Telefon: 02161 - 823 60 70 Mail: huma@huma-gym.de Kontakt HUMA-Flyer

Austausch

Going global! – das ist heutzutage ein gängiger Slogan. So kann man bei Umfragen in den verschiedensten Klassen immer wieder feststellen: Unsere Schülerinnen und Schüler kommen ganz schön rum in der Welt. Aber ein Schüleraustausch ist nochmal intensiver, hier können doch Erfahrungen und Erlebnisse vermittelt werden, die der “Reisealltag” den Schülerinnen und Schülern nicht bietet.

Das Stiftische Humanistische Gymnasium verfolgt seit vielen Jahren deshalb verstärkt das Konzept, die Kontakte zu anderen Ländern zu pflegen. So bestanden schon langjährige Partnerschaften mit Schulen in Frankreich (Orléans), USA (Florida) und den Niederlanden (Weert).

Bei unseren Austauschprogrammen wollen wir den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, einen Ausschnitt aus dem Alltag eines anderen Landes näher kennenzulernen, Menschen kennenzulernen.
Denn indem die Schüler bei ihren Gastfamilien wohnen, nehmen sie an deren Alltag teil, erleben sie, was die Menschen ärgert oder freut, was sie erreichen wollen, wovor sie Angst haben…

Neben diesen Eindrücken aus dem Alltag stehen Informationen aus verschiedenen Bereichen des jeweiligen Gastlandes im Zentrum des Interesses sei es vor Ort, in den vorbereitenden Gesprächen in der Schule oder im Fremdsprachenunterricht.

Ausflug

 

Neben den größeren internationalen Austauschen gibt es den allgemeinen Wandertag sowie zahllose Ausflüge und Fahrten am Huma – von der Kennenlernklassenfahrt der 5er, über die Skifahrt in der Jahrgangsstufe 9 bis zu den Studienfahrten in der Q2 -, die durch neue Erfahrungen und Erlebnisse das Schuljahr auflockern.

 

 

Übersicht Austausch & Ausflug

Klasse 5alle Klassen: Fahrt am Ende der Klasse 5 mit zwei Übernachtungen

Ansprechpartner:

alle Klassenlehrer

Frau Holzapfel (E-Mail)

Klasse 6

WP-Latein: Ausflug nach Xanten

Ansprechpartner:

Herr Schillings (E-Mail)

Klasse 7

WP-Latein: Ausflug nach Trier mit Übernachtung

Ansprechpartner:

Herr Schillings (E-Mail)

Klasse 8

alle Klassen: Zelten mit Übernachtung in der Projektwoche

Klasse 8

WP-Französisch: Austausch mit Orléans

Ansprechpartner:

Frau Utzmann (E-Mail)

Klasse 9

alle Klassen: Skifahrtswoche

Frau Klünker (E-Mail)

Herr Eckhardt (E-Mail)

EF

optional: Fahrt nach Auschwitz

Ansprechpartner:

Frau Schraeder (E-Mail)

EF

optional: USA-Austausch

Ansprechpartner:

Herr Nedumkallel (E-Mail)

EF

alle Erdkunde-Kurse:

Garzweiler-Exkursion

Ansprechpartner:

Frau Klünker (E-Mail)

Q1

optional: Weert-Austausch

Ansprechpartner:

Herr Nedumkallel (E-Mail)

Q2

alle Kurse: Studienfahrt

Q2

optional: Rom

Ansprechpartner:

Herr Blau (E-Mail)

EF/Q1/Q2

optional: Politische Bildungsfahrt (abwechselnd nach Berlin & Brüssel)

Ansprechpartner:

Herr Eckhardt (E-Mail)

alle Stufen

optional: Musical-Fahrt

Rückblicke

Unvergessliche Erinnerungen.

Begegnung in der Bewegung – Der Frankreichaustausch 2018

 

Erinnern ermöglichen: Ein Reisetagebuch aus Auschwitz (2018)

 

Der Frankreichaustausch – Orléans 2017

Bienvenue! Herzlich Willkommen!

Le Français à l’HUMA! Französisch am HUMA!

Frankreichaustausch mit der Partnerschule in Orléans (Frankreich)

Ein Highlight stellt jedes Jahr der Schüleraustausch in den achten Klassen mit unserer Partnerschule, dem Collège Etienne Dolet in Orléans (Frankreich), dar. Unsere Schülerinnen und Schüler nehmen eine Woche lang die französischen Austauschschüler in Mönchengladbach auf und verbringen anschließend eine Woche in den Gastfamilien in Orléans, wo sie neben der Sprache auch den Alltag und das Schulsystem in Frankreich kennenlernen. Außerdem erwartet die Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches und spannendes Programm, wie zum Beispiel ein Tagesausflug nach Paris. So macht Französischlernen Spaß!

Der Weert-Austausch 2016

Am 8. März ging es für ca. ein Dutzend Schüler nach Weert in der Niederlande, denn der Weert-Austausch stand wieder vor der Tür. Wir, alle Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen haben uns darauf gefreut, uns wiederzusehen, da die Schülerinnen und Schüler aus Weert im Februar hier in Mönchengladbach waren und wir ihnen unsere beeindruckende Schule zeigen durften. Sie waren erstaunt von der Architektur, von dem Ort und ganz besonders von dem Alter unserer Schule, da unsere Schule vor nicht allzu langer Zeit sein 150-jähriges Jubiläum feierte. Ihnen hat sehr vieles hier in Mönchengladbach gefallen und nachdem wir uns untereinander etwas kennengelernt hatten, ging es auch schon los mit dem Erkunden unserer Schule und auch dem Erkunden unserer Stadt. Die Schülerinnen und Schüler aus Weert bekamen die Aufgabe, Leute in der Stadt zu verschiedenen Themen zu befragen, mit der Intention, ihr gelerntes Deutsch richtig anzuwenden und dadurch zu vertiefen.

Und für uns war es auch nicht viel anders, als wir in Weert waren. Wir waren verblüfft, wie die Schule aussah, da sie zum größten Teil aus Glas besteht. Man konnte dort in alle Klassenräume reinschauen, da Glasscheiben verwendet wurden. Und das war noch nicht alles. Als wir die Schule betreten hatten, fielen unsere Kinnladen runter bis auf den Boden, da die Innenarchitektur so atemberaubend war. Die Schülerinnen und Schüler haben eine sehr große Schule mit einem sehr großen Aufenthaltsraum, wo sie sich in den Pausen ausruhen können und ihr Essen genießen können. Zudem besitzt das Het College noch einen sehr großen Fahrradparkplatz und zudem noch eine Laufbahn außerhalb des Schulgebäudes und innerhalb des Schulgebäudes befanden sich mehrere kleine Turnhallen.

Nachdem uns die Niederländer ihre atemberaubende Schule gezeigt hatten, bekamen auch wir eine Aufgabe von ihnen, die darin bestand, dass wir mit unserem Weert-Partner in die Stadt fahren und zu versuchen, ob wir einen Kugelschreiber gegen etwas anderes eintauschen können. Und dies hat besser geklappt, als wir gedacht hatten, denn als wir wieder im Het College waren, sahen wir, dass eine Gruppe es geschafft hatte, so oft Wertgegenstände zu tauschen, dass sie mit einer Mikrowelle zurückgekommen sind. Lustigerweise war jedoch diese Mikrowelle nicht mehr in einem funktionsfähigen Zustand. Als alle Gruppen ihre erbeuteten Schätze präsentiert hatten, war es auch leider schon so weit, die Rückreise anzutreten. Jedoch werden wir diesen Tag in Weert nicht so schnell vergessen.

Ardian Miftari, Q1

Rom 2018: Je toller die Fahrt, desto länger der Bericht…

 

Florida 2017

Ich bin dieses Jahr mit elf meiner Mitschüler nach Florida, USA geflogen. Meine Gastfamilie war wirklich sehr nett und ich habe in meiner Gastschwester eine neue Freundin gefunden. Wir mussten alle ca. eineinhalb Wochen mit unseren Gastgeschwistern die Schule besuchen. Es war eine sehr interessante Erfahrung das amerikanische Schulsystem zu erleben, das sich übrigens ziemlich von unserem unterscheidet.

Zusätzlich hatten wir auch eine Woche Spring Break und in der Zeit habe ich wunderschöne Sachen mit meiner Familie erlebt. Wir waren Kajak fahren, in Orlando, haben eine Bootstour gemacht, waren oft am Strand und noch vieles mehr. Mit Herrn Nedumkallel und Frau Schroers haben wir auch tolle Trips zum Beispiel nach Sea World oder in die Universal Studios unternommen.

Ich würde jedem diese Reise empfehlen, der gerne eine andere Kultur und Sprache kennenlernen möchte.

Lina Janßen

Ich bin dieses Jahr mit elf meiner Mitschüler nach Florida, USA geflogen. Meine Gastfamilie war wirklich sehr nett und ich habe in meiner Gastschwester eine neue Freundin gefunden. Wir mussten alle ca. eineinhalb Wochen mit unseren Gastgeschwistern die Schule besuchen. Es war eine sehr interessante Erfahrung das amerikanische Schulsystem zu erleben, das sich übrigens ziemlich von unserem unterscheidet.

Zusätzlich hatten wir auch eine Woche Spring Break und in der Zeit habe ich wunderschöne Sachen mit meiner Familie erlebt. Wir waren Kajak fahren, in Orlando, haben eine Bootstour gemacht, waren oft am Strand und noch vieles mehr. Mit Herrn Nedumkallel und Frau Schroers haben wir auch tolle Trips zum Beispiel nach Sea World oder in die Universal Studios unternommen.

Ich würde jedem diese Reise empfehlen, der gerne eine andere Kultur und Sprache kennenlernen möchte.

Lina Janßen

Die Erfahrung in einem fremden Land, fernab von den meisten Freunden und von der Familie, ca. 4 Wochen in einer Gastfamilie zu verbringen ist einzigartig und prägend. Doch sollte man vorne anfangen: Die Flüge waren erträglich, nicht überragend, aber auch keiner Folter gleichzusetzen. Als wir angekommen sind, schlug uns die Hitze förmlich ins Gesicht, was sich auch in der restlichen Zeit nicht nennenswert änderte. Das Essen, bis auf das Brot, war gut, auch wenn es definitiv anders war als in Deutschland. Die Leute waren offen und die Lehrer nett, man konnte sich schnell an die veränderte Atmosphäre gewöhnen. Von einem sprachlichen Standpunkt aus sorgte diese Reise für Sicherheit bei mir, bei manchen erweiterte sie auch den Wortschatz. Die verschiedenen Ausflüge, zum Beispiel nach St. Augustine, Sea World, Island of Adventures oder zu anderen Orten, sorgten dafür, dass sich die Gruppe untereinander besser verstand und die Stimmung somit auch immer besser wurde. Abschließend sollte ich noch sagen, dass es eine Erfahrung ist, die ich gegen nichts in der Welt tauschen würde.

David Coslar

 

Lina Janßen

Die Auschwitzfahrt 2016

In Kürze finden Sie hier eine Galerie mit Bildern zu Mias Reisetagebuch.

Die Ausschwitzfahrt 2016

Die Ausschwitzfahrt 2016

Holocaust? – „Nicht schon wieder!“

Oder

Kann man heute noch mit Jugendlichen über den Holocaust reden?

Herr Krasnokucki ist 91 Jahre alt und kommt eine halbe Stunde zu spät, wie es ihm in seinem Alter auch zusteht. Währenddessen warten wir gespannt. Was wird der ältere Herr erzählen? Schließlich kommt er, begrüßt uns freundlich, setzt sich auf das Podium – ausgestattet mit Laptop und Beamer.

In der Woche vor den Osterferien hat eine Gruppe des Stiftischen Humanistischen Gymnasiums eine Gedenkstättenfahrt nach Oswiecim, zu deutschen Besatzungszeiten Auschwitz, unternommen. Die 20 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen zehn und elf hatten sich zu dieser Fahrt gemeldet, mit dem Wunsch, mehr über die Zeit des Nationalsozialismus zu erfahren. Untergebracht im „Zentrum für Dialog und Gebet“ hatten sie auch die Möglichkeit, mit Herrn Krasnokucki ein Zeitzeugen-Gespräch zu führen.

Dieser erzählt, erst schleppend, dann immer flüssiger: von seiner Familie in Lodz, von seinem Vater, der aus der Wohnung ging und nie wiederkehrte. Von seiner Mutter, mit der er im Ghetto leben musste, ums Überleben kämpfen musste. Von seiner Deportation ins KZ. Früh stellte er fest, dass sein Beruf als Elektriker für ihn überlebenswichtig war. Er sabotierte, damit man ihn rief, um wieder zu reparieren. Sein Schalk blitzt durch. Wir ahnen, da sitzt ein Mann mit gewaltiger und furchtbarer Lebenserfahrung, aber auch mit Humor und Cleverness. Seine Geschichte erscheint fast bildlich vor unseren Augen. Schließlich der Todesmarsch, als schon klar war, dass der Krieg für die Deutschen verloren war. Alle Beweise für die Gräueltaten sollten beseitigt werden. So wurden auch die letzten Gefangenen immer weiter ins Reichinnere getrieben. Herrn Krasnockucki gelang auf abenteuerliche Weise die Flucht. Seinen Freunden oftmals nicht. Auf Nachfrage erst erzählt er, dass einer von ihnen von einem Bauern, in dessen Scheune er Schutz suchte, mit einer Mistgabel umgebracht wurde, dass ein anderer – erleichtert über seine gelungene Flucht – so viel aß, dass sein ausgemergelter Körper daran starb.

Dies sind nur Spuren der Eindrücke, die wir sammelten. Wir besuchten das Stammlager in Oswiecim mit seinen Baracken aus rotem Backstein und unendlich vielen Dokumenten, Fotos und Zeichnungen ehemaliger Häftlinge und das Vernichtungslager Birkenau mit den Ruinen der Gaskammern, von den Deutschen vor ihrem Abzug selbst gesprengt.

Die Jugendlichen haben viel nachgedacht und viel und lange miteinander gesprochen. Sie haben ihre Eindrücke dokumentiert, auch auf künstlerische Weise: ein Kreuz, bestehend aus Arbeiten mehrerer Schüler, steht zurzeit in der Citykirche. Es ist Teil einer Ausstellung, die in unterschiedlichen Teilen der Gemeinde anlässlich der Fastenzeit erarbeitet wurde. Ein Blick lohnt sich!

Ja, stellten wir fest, man kann heute noch mit Jugendlichen über den Holocaust sprechen. Schnell kamen wir dabei auch auf aktuelle Themen zu sprechen: Flüchtlinge, Pegida… So diskutierten wir darüber, wie wir uns unsere Gesellschaft vorstellen. Uns wurde klar, dass wir auf unsere Gesellschaft achten müssen und auf alle, die daran teilhaben, sei es im Zentrum dieser Gesellschaft oder eher am Rand.

Alle, die mit uns unterwegs waren, sind berührt von dem, was sie erfahren und erlebt haben. Das intensive “Sich-Hinein-Hören” in eine persönliche Lebensgeschichte hat eine Tür geöffnet, ein Verständnis geweckt, das vorher so nicht vorhanden war und geht weit über das hinaus, was im Unterricht vermittelt werden kann. Dank solcher Fahrten an die Gedenkstätten des nationalsozialistischen Terrors können wir nicht nur Geschichte erfahren und verstehen, sondern auch daraus lernen.

Wir können nicht nur, sondern wir müssen unbedingt mit den Jugendlichen über den Holocaust sprechen.

(Studienfahrt nach Auschwitz 2016: Eva-Maria Schräder, Daniela Deerberg, Hans-Willi Hauser)

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.

Johann Wolfgang von Goethe