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Lehrerausbildung

Die neue „Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Zweiten Staatsprüfung“ (OVP) verordnet den Ausbildungsschulen ein neues Funktions- und Rollenverständnis.

Unser Begleitprogramm

Nach Maßgabe der speziellen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen unserer Schule haben wir unter Einbeziehung des Schulprogramms ein Begleitprogramm für die Ausbildung des beruflichen Nachwuchses konzipiert. In enger Kooperation mit dem Studienseminar wird das gesamte Ausbildungsprogramm von zwei Ausbildungskoordinatoren koordinert. Sie informieren die Referendarinnen und Referendare auch über das Profil und die pädagogische Arbeit unserer Schule.

Unser Begleitprogramm soll den Referendarinnen und Referendaren die Möglichkeit eröffnen, eigenes Handeln zu reflektieren, um

  • die für den Unterricht notwendige fachliche Sicherheit zu erwerben,
  • berufliches Selbstvertrauen aufzubauen und zu stärken,
  • Verhaltenssicherheit im Umgang mit den Schülerinnen und Schülern zu entwickeln,
  • Leistungsbeurteilungen transparent und verordnungsgemäß durchzuführen und
  • sich mit den erforderlichen Kenntnissen der juristischen, organisatorischen und verwaltungstechnischen Rahmenbedingungen der Schule vertraut zu machen.

Bedarfsdeckender (selbstständiger) Unterricht

Eine ganz wesentliche Aufgabe des ersten Ausbildungshalbjahres ist die Vorbereitung der Referendare auf ihren selbstständigen Unterricht, der in der Regel im zweiten bis vierten Halbjahr je neun Stunden im 1. und 2. Halbjahr umfasst.

Aus diesem Grund sind alle Fachlehrer unserer Schule sehr bemüht, intensive Anleitung und Hilfe bei der Vermittlung der Lehrerfunktionen zu geben, nämlich beim UnterrichtenErziehenOrganisieren/Verwalten, beim BeurteilenBeraten und Innovieren.

Die Ausbildungskoordinatoren wirken an Maßnahmen der Begleitung der Referendare mit und sorgen für ein ergänzendes Beratungsangebot.
Wir wollen gerade im Hinblick auf die Qualitätssicherung den Referendarinnen und Referendaren die Möglichkeiten schaffen, die notwendigen Kompetenzen zur selbstständigen Bewältigung schulischer Aufgaben zu entwickeln.

Praktika am Stiftischen Humanistischen Gymnasium

Im Rahmen einer Änderung der Ausbildungsordnung für Lehramtsstudierende ist der Praxisanteil während der Hochschulausbildung erhöht worden. Vorgesehen sind verschiedene Schulpraktika, die auf die gesamte Ausbildungszeit verteilt sind. Mit den Änderungen im Lehrerausbildungsgesetz 2016 ist das dem Studium vorgelagerte Eignungspraktikum (EP) ersatzlos entfallen. Das ursprüngliche Orientierungspraktikum (OP) im Rahmen des lehramtsbezogenen Bachelor-Studiengangs wurde zu einem Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP) erweitert. Mit der Verlängerung dieses ersten universitären Praxiselements auf 25 Tage wird auch den Aufgaben der Eignungsreflexion der Studierenden Rechnung getragen.

Das Eignungs- und Orientierungspraktikum am Stiftischen Humanistischen Gymnasium

  • Die Vorbesprechung erfolgt vor der Aufnahme des Praktikums
  • Die erste Woche steht unter dem Motto „Erstbegegnung mit der Schule in der neuen Rolle“. Dazu werden an drei Tagen zuerst Schüler der Jahrgangsstufen der Sekundarstufen I und II ganztägig begleitet. An den folgenden beiden Tagen begleitet der Praktikant Kollegen oder Kolleginnen, die andere als  seine angestrebten Fächer unterrichten, durch den gesamten Schultag und kann in Momentaufnahmen erfahren, wie eine Klasse auf verschiedene Lehrer und ein Lehrer auf verschiedene Klassen reagiert.
  • In der zweiten Woche begleitet der Praktikant dann Kollegen und Kolleginnen, die die entsprechenden Fächer unterrichten. In dieser Phase des Praktikums kann begonnen werden, wie eine Unterrichtssequenz in einer Klasse durchgeführt wird.
  • Die folgenden Wochen sind geprägt von Hospitationen. Hier sollen auch erste eigene Unterrichtserfahrungen gemacht werden.

Dabei stehen Sie und Ihre Entwicklung im Mittelpunkt.
Sie erarbeiten sich Inhalte zum Professionsverständnis und Selbstbild

  • Beruf LehrerIn
  • Unterricht
  • Beobachten und Erkunden

Sie setzen sich insbesondere mit Fragen zu folgenden Themen auseinander:

  • Motivation (Warum habe ich mich für ein Lehramtsstudium entschieden?)
  • Berufsbiografie
  • Eignungsreflexion
  • Sie entwickeln auf dieser Grundlage
  • persönliche Ziele für Ihr Praktikum
  • Beobachtungs- und Erkundungsaufgaben, denen Sie im Praktikum nachgehen.

Das Eignungs- und Orientierungspraktikum als erstes Praxiselement

Das Eignungs- und Orientierungspraktikum ist das erste Praxiselement in den lehramtsbezogenen Studiengängen und ist im Rahmen des Bachelorstudiums zu absolvieren. Es hat einen Umfang von 25 Praktikumstagen, die möglichst innerhalb von fünf Wochen (innerhalb eines Schulhalbjahres) abgeleistet werden sollen (§ 12 LABG). Das bildungswissenschaftlich oder fachdidaktisch begleitete Eignungs- und Orientierungspraktikum dient der kritisch- analytischen Auseinandersetzung mit der Schulpraxis, der Reflexion der Eignung für den Lehrerberuf und der Entwicklung einer professionsorientierten Perspektive für das weitere Studium.

Ein weiteres Praxiselement im Bachelorstudium ist das vierwöchige Berufsfeldpraktikum, welches in der Regel in außerschulischen Berufsfeldern zu absolvieren ist.

Das Masterstudium umfasst ein bildungswissenschaftlich und fachdidaktisch vorbereitetes und begleitetes mindestens fünfmonatiges Praxissemester.

Im Anschluss an die universitäre Ausbildung mit dem Studienabschluss Master of Education folgt die zweite Phase der Lehrerausbildung, der achtzehnmonatige Vorbereitungsdienst mit der schulpraktischen Ausbildung an Schulen und der ausbildungsfachlichen und überfachlichen Begleitung durch die Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung.

Das Portfolio Praxiselemente dokumentiert die Ausbildung als zusammenhängenden berufs- biografischen Prozess über alle Phasen der Lehrerausbildung hinweg und kann darüber hin- aus für den Berufseinstieg und den weiteren individuellen Ausbau professioneller Kompetenz genutzt werden.

Ziele und Kompetenzerwerb im Eignungs- und Orientierungspraktikum

Die in § 7 Lehramtszugangsverordnung (LZV) formulierten Standards sind Grundlage für den Kompetenzerwerb im Eignungs- und Orientierungspraktikum. Sie sind für die Hochschulen, Schulen und Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung ein verbindlicher Rahmen und gleichzeitig ein Bindeglied für den inhaltlichen Auftrag der drei beteiligten Institutionen.

Gemäß den Standards der LZV verfügen die Absolventinnen und Absolventen am Ende des Eignungs- und Orientierungspraktikums über die Fähigkeit,

  1. die Komplexität des schulischen Handlungsfelds aus einer professions- und systemorientierten Perspektive zu erkunden und auf die Schule bezogene Praxis- und Lernfelder wahrzunehmen und zu reflektieren,
  2. erste Beziehungen zwischen bildungswissenschaftlichen Theorieansätzen und konkreten pädagogischen Situationen herzustellen,
  3. erste eigene pädagogische Handlungsmöglichkeiten zu erproben und auf dem Hintergrund der gemachten Erfahrung die Studien- und Berufswahl zu reflektieren und
  4. Aufbau und Ausgestaltung von Studium und eigener professioneller Entwicklung reflektiert mitzugestalten.

In der Auseinandersetzung mit diesen vier Standards erhalten die Studierenden im Eignungs- und Orientierungspraktikum Gelegenheit, Professionalität im Zusammenspiel von wissenschaftlicher Ausbildung, praktischer Erfahrung und Selbstreflexion auf- und auszubauen.

Zu jedem Standard bieten die Schulen den Praktikantinnen und Praktikanten im Eignungs- und Orientierungspraktikum vielseitige Lerngelegenheiten bzw. Erwerbssituationen an. Bei- spielhafte Erwerbssituationen zu den einzelnen Standards können dem Portfolio Praxiselemente – Eignungs- und Orientierungspraktikum (s. Anhang) entnommen werden.

 

Praktikumsplätze

Die Organisation des Eignungs- und Orientierungspraktikums ist an den Hochschulen unter- schiedlich geregelt. An einigen Hochschulen besteht ein durch die jeweilige Hochschule organisiertes und mit Schulen abgestimmtes Verfahren der Platzvergabe. An anderen Hoch- schulen sind die Studierenden selbst verantwortlich für die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz an einer Schule. Unterstützt werden die Studierenden bei der Selbstsuche durch ein Online-System, welches über das Bildungsportal des Ministeriums für Schule und Bildung unter dem Link www.eops.nrw.de angeboten wird. Bei Fragen wenden Sie sich bitte unter thomas.felgentraeger@huma-gym.de an unseren Praktikumsbeauftragten Herrn Felgenträger.

Das Praxissemester dient zur intensiven Vorbereitung auf den bald darauf folgenden Vorbereitungsdienst. Es soll helfen, den „Praxisschock“ im Referendariat zu mindern, da bereits wenige Wochen nach Beginn des Vorbereitungsdienstes der eigenständige Unterricht (BdU) beginnt, in dem die Lehramtsanwärter eigenverantwortlich einzelne Lerngruppen über ein Schuljahr hinweg unterrichten.

Das Praxissemester wird vom Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) in Mönchengladbach begleitet und es finden auch Unterrichtsbesuche durch die zuständigen Fachleiter statt. Am Ende des Praxissemesters findet ein Beratungsgespräch unter Beteiligung der involvierten Lehrer und Fachleiter statt.

Zur genaueren Information über die Organisation und die Anerkennung Ihrer Praktika wenden Sie sich bitte an Ihre Universität.

Der Ansprechpartner an unserer Schule  ist Herr OStR Felgenträger (thomas.felgentraeger@huma-gym.de).

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