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Der Bericht zum BNE Lupenprojekt

Wir, eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der damaligen 10. Klasse sowie Herr Reppel, haben 2025 am BNE Lupenprojekt teilgenommen. Dafür fuhren wir Anfang Februar diesen Jahres das erste Mal nach Wuppertal ins Institut für Klima, Umwelt und Energie. Dort trafen wir uns mit mehreren anderen Schulen aus dem Umfeld, sowie mit den Veranstaltern des Projekts. Vor Ort teilten wir uns auf und besuchten unterschiedliche Workshops. Angeboten wurden drei an der Zahl, wobei sich jeder mit einem unterschiedlichen Aspekt der klimafreundlichen Zukunft unserer Schulen beschäftigte. In einem der drei Workshops wurde uns eine CO2-Faktenchecker-App vorgestellt mit der man die Klimabilanz der eigenen Schule anhand von zahlreicher Faktoren berechnen konnten. Die Referentinnen und Referenten machten uns mit dem Umgang vertraut und erklärten uns weshalb Faktoren wie die Beheizung des Gebäudes und auch die Art und Weise der Anreise der Schülerschaft eine große Rolle dabei spielen. In einem anderen Workshop durften wir selber aktiv werden und mit Wärmebildkameras die Temperaturen des Gebäudes um uns herum abmessen. Dabei entdeckten wir, dass besonders die Steinwände sehr viel Wärme abgaben.

Im letzten Workshop wurde uns das Konzept eines Klimarates beziehungsweise eines Klimaparlaments an Schulen nahegelegt, dieses sollte die Planung einer klimaneutraleren Schule erleichtern. Im Anschluss an die Workshops versammelten wir uns wieder am Startpunkt und wurden für das sogenannte Geschäftsessen mit Nahrung versorgt. Dafür bekamen wir den Auftrag uns über das neu gelernte auszutauschen und Ideen zu sammeln, was wir für unsere eigene Schule als realistisch und nötig erachteten. In einer abschließenden Runde stellte jede Schule ihren herausgearbeiteten Plan vor und der Tag war beendet. Ende März fand dann schon das nächste Treffen in Wuppertal statt. Dieses Mal handelte es sich beim Veranstaltungsort jedoch um eine der teilnehmenden Schulen. Zunächst versammelten wir uns alle in einem zentralen Raum und nach der Begrüßung warteten erneut einige Workshops auf uns. In einem dieser wurde uns das Konzept einer Schülergenossenschaft vorgestellt und in wieder einem anderen lernten wir etwas über gute Strategien, um Geld für unsere Projekte zu sammeln. Infolgedessen sollten wir uns ein Konzept für ein Video für soziale Netzwerke überlegen, welches die richtige Zielgruppe zum Spenden von Geld ansprechen sollte. Im letzten der drei Workshops war richtiges Prototyping und Pitching das zentrale Thema. Nach einem erneuten Geschäftsessen und einem Abschlussgespräch war dann auch dieser Tag beendet.

 

Die Veranstalter gaben uns auf in der Zeit bis zu unserem letzten Treffen im November ein Projekt für unsere Schule herauszuarbeiten oder sogar schon umzusetzen. Dies versuchten wir natürlich so schnell wie möglich zu verwirklichen und entschieden, dass wir etwas gegen die im Sommer nicht aushaltbare Hitze in einigen Räumen unserer Schule unternehmen wollten. Dafür erinnerten wir uns zunächst an die Verwendung von Wärmebildkameras zurück und schafften diese an. Mit ihnen als auch Temperaturplottern war es uns möglich in den Sommermonaten die Temperatur Verläufe in den Räumen unserer Schule festzustellen. Hierbei fiel auf, dass entscheidender Faktor für die große Hitze in vielen Räumen die sich aufheizenden Steinwände sowie die großen Fensterfronten waren. Nach einiger Überlegung kamen wir auf die Idee diese Probleme zum einen mithilfe von Fassadenbegrünung zur Abkühlung der Wände und zum anderen durch eine Verdunklung der Fenster zu lösen. Hierfür unterhielten wir uns mit einem Garten- und Landschaftsarchitekten, welcher uns bestätigte, dass die Begrünung unseres Schulgebäudes in der Tat möglich sei. Für die Finanzierung dieses Projektes, ohne dass das Lernen in den Sommermonaten kaum möglich ist, kontaktierten wir den Schulträger bei dem wir allerdings bis dato keinen Erfolg hatten. Ende November hatten wir dann schließlich unsere letzte Veranstaltung in Wuppertal, welche wieder im Institut vom ersten Mal stattfand. Nachdem wir dort ankamen, hörten wir einige Vorträge und danach stellte jeder seine Projekte und Umsetzungen den Anwesenden vor. Es gab erneut ein gemeinsames Mittagessen und nach einer Abschlussrede war auch dieser Tag beendet, auch wenn wir unser Projekt natürlich weiterführen werden.

Henriette Graeven (EF)