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HUMAde – Die Schüler*innengenossenschaft am HUMA

Lernen, wie Unternehmen erfolgreich arbeiten 

HUMADE als erste aktive Schülergenossenschaft gegründet

Khaled Najjar weiß ziemlich genau, was er will. Der 16-Jährige belegt den Kurs Business English and Economics am Stiftischen Humanistischen Gymnasium, „weil mich die Themen Wirtschaft und das Unternehmertum interessieren. Später möchte ich einmal eine führende Position übernehmen.“ Daher freut er sich, dass „wir nun eine Schülergenossenschaft gründen, in der ich schon in eine ganze Reihe von Aufgaben und Bereiche hineinschauen kann, die in einem Unternehmen wichtig sind.“

Für die Lehrer Jörg Dickmanns und Michael Bergemann war der Schritt zu einer Genossenschaft, die von Schülerinnen und Schülern geleitet wird, eine logische Fortsetzung ihres Angebots, das von Neunt- und Zehntklässlern gewählt werden kann: „Vor knapp drei Jahren wurde das Projekt aus dem Business Englischkurs heraus geboren. Die Jugendlichen hatten die Idee, die damals bestehende Lücke in der Pausenverpflegung zu schließen. Es sollte zudem ein Angebot geschaffen werden, das gesund und nachhaltig ist.“ Insgesamt belegen 67 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 die Business English and Economics Kurse.

Da im Unterricht ohnehin u.a. die Themen Marketing, Verkauf, Werbung bearbeitet werden, wollten sie die Schülerinnen und Schüler auch auf ihrem Weg von der Theorie in die Praxis begleiten: „Wir haben dann nach etlichen auch zeitraubenden Überlegungen und Abwägungen der unterschiedlichen Ideen, Möglichkeiten, Hindernissen und Bedingungen, am Ende die Volksbank im Rheinland eG als Partner gewinnen können, wie auch die Stadt Mönchengladbach als Träger.“

In den monatelangen Prozess war unter anderem der Personalentwickler der Volksbank im Rheinland eG, Daniel Schermesser, eingebunden: „Auch jetzt noch stehe ich für Fragen und Ideen zur Verfügung und komme auch in den Unterricht.“ Er könne nur jede Schule ermuntern, sich ebenfalls um die Gründung einer Schülergenossenschaft zu bemühen.

OB Felix Heinrichs ist von dem Projekt sehr überzeugt, wie er bei der Gründungsversammlung der Schülergenossenschaft HUMADE betonte: „Ich kann die Schülerinnen und Schüler, die ihre Genossenschaft gründen, nur zu diesem Schritt beglückwünschen. Kluge Entscheidungen zu treffen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, das lernt sich am besten in der Praxis.“ Schülergenossenschaften seien ein Erfolgsmodell, „weil in ihnen Partizipation und Demokratie gelebt wird und das nachhaltige, solidarische Wirtschaften im Zentrum steht.“

Das war auch für die Genossenschaftsbank der ausschlaggebende Punkt, sich zu engagieren, so Vorstand Volker Klemm: „Gemeinsam ein Ziel erreichen, das ist gerade in unserer Zeit ein wichtiges Lernziel. Heute ist viel zu oft von Deals die Rede und weniger um das vom Gemeinwohl. Das ist für Vieles in unserer Gesellschaft eine Lösung.“ Die Volksbank im Rheinland eG trete als Partnergenossenschaft auf: „Auch, weil wir uns unserer Verantwortung für die Menschen in der Region, bewusst sind.“

Die Arbeit in der Schülergenossenschaft HUMADE ist auf verschiedene Teams aufgeteilt.

Während sich die Einen um den Einkauf kümmern, die Anderen den Verkauf organisieren, die Sandwiches für den Verkauf vorbereiten, für Hygiene und Sauberkeit sorgen, dass die Kasse stimmt und auch stets genügend Produkte vorrätig sind, kümmern sich wiederum andere um die Umsetzung neuer Ideen. Khaled Najjar: „So haben wir den vegetarischen Pizzatoast eingeführt, für alle die, die kein Fleisch essen wollen oder dürfen.“

Die anfallenden Arbeiten in der Genossenschaft können entweder in der Schule erledigt werden oder zuhause. Diese zusätzliche Arbeit halte sich in Grenzen, meint der 16-Jährige: „Meist sind es am Nachmittag nicht mehr als dreißig Minuten.“

Für die Schülerinnen und Schüler seien die angebotenen Sandwiches und Getränke erschwinglich, so Michael Bergemann: „Wir verkaufen jede Pause 60 Sandwiches à 1,50 Euro. Macht also 300 Stück pro Woche. Getränke kosten 1 Euro, wobei wir kein Pfand berechnen.“

Was die Zukunft der Schülergenossenschaft betrifft, ist Kahled Najjar überzeugt: „Es lohnt sich, die Schülergenossenschaft auch in den kommenden Jahren weiterzuführen.“

Weitere Infos unter: www.voba-mg.de und www.huma-gym.de

Text: Arnold Küsters

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