Wie geht man mit einem Kunstwerk um, das man ausdrücklich verändern darf? Mit dieser und vielen anderen Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler des Stiftischen Humanistischen Gymnasiums in den vergangenen Tagen beschäftigt. Im Rahmen eines Nachbarschaftsprojekts mit dem Museum Abteiberg setzten sie sich nicht nur mit aktueller Kunst auseinander, sondern trafen den Künstler Tobias Kaspar auch zu einem persönlichen Gespräch.
Das Projekt dreht sich um das Werk „Unconditional“ (Bedingungslos) des 1984 in Basel geborenen Künstlers. Vier von acht Exemplaren der Arbeit sind derzeit im Stiftischen Humanistischen Gymnasium präsent. Das Besondere daran: Die Jugendlichen sind ausdrücklich dazu aufgefordert, Spuren auf der Leihgabe zu hinterlassen. Mithilfe einer harten Münze kann eine glänzend graue Schicht freigerubbelt werden, um darunter liegende Fotos freizulegen.
Eröffnung im HUMA / Künstler-Schüler-Gespräch im Museum Abteiberg
Nach dem Auftakt durch Schulleiter Thomas Hollkott, Museumsleiterin Susanne Titz und Irina Weischedel vom Kulturbüro im HUMA besuchten die Schülerinnen Sina Meyer, Sophie Schwarz, Innarah Alt und Karla Rady das nahegelegene Museum für eine gemeinsame Gesprächsrunde mit Tobias Kaspar.
Im Fokus stand der Austausch mit Tobias Kaspar, der für das Treffen aus der Schweiz angereist war. Die Jugendlichen berichteten offen von ihren ersten Erfahrungen: Zu Beginn habe es durchaus eine gewisse Hemmstufe gegeben, aktiv in ein Kunstwerk einzugreifen.















